Heymann-Löwenstein / P. Clavel
1.Runde
Fünf Weine aus dem Weingut Heymann-Löwenstein, alle aus dem Jahrgang 2002.
Die Schieferterrassen (87 PP) zeigten sich in schöner Verfassung, schmelzig und rund. Der Kirchberg (o.B.) hatte wohl einen Fehler. Der Stolzenberg (88 PP) zeigte eine schöne Cremigkeit und schöne
Länge.
Der Uhlen „B“ (90 PP) schwamm tieffarbig im Glas, wirkte reif und dicht. Der Uhlen „R“ (90+ PP) hatte ebenfalls einen ausgeprägten Goldton. In Mund Karamell, schöne Länge.
Alle Weine wirkten für 2002 überraschend reif, und konnten meine Erwartungen nicht ganz erfüllen.
2. Runde
Sechs Weine der Domaine Pierre Clavel, alle « Copa Santa »
Der Jahrgang 2003 (83 PP) zeigte sich etwas dünn und schwach, ich wäre jedenfalls niemals auf einen Copa Santa gekommen. 2002 (85 PP) wirkte verschlossen und wenig charmant, aber durchaus mit
der Anlage besser zu werden. Die Jahrgänge 2001 bis 1998 lagen für mich alle auf etwas dem gleichen Niveau (90 PP +/-). Sehr schöne, kühle Weine, mit angenehmen Schokoladennoten, zwar mit der für
Clavelweine nicht untypischen Neigung etwas rustikal zu sein, aber durchaus überzeugend.
Der in der Pause auftretende 2005 Gewürztraminer Spl. Tr. WG Meiser – Weinheim (Rheinh.) überraschte mich. Trotz stolzer 15 % Alc. wirkte er in keiner Weise brandig. Sehr üppige, nicht unbedingt
sortentypische Nase ( Aromahefenreinzüchtigkeit??) und in seiner Üppigkeit ein guter Begleiter für Käse mit Aroma.
Die 1995 Wehlener Sonnenuhr Riesling Spätlese vom WG J.J.Prüm zeigte den „klassischen“ und unverwechselbaren (alten?) Moselstil. Etwas Petrol, schöne Reifenoten, herrliche Länge. Dafür bekam
er 92 PP.
Neueste Kommentare